Forderungspapier wird an Stadtratsmitglieder übergeben

Am 10.12.2020 um 13:15 Uhr überreicht das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum im Rahmen einer Protestaktion vor der Stadtratssitzung sein wohnungspolitisches Forderungsprogramm an die Düsseldorfer Ratsmitglieder. Mit einem Großtransparent, auf dem das Fehlen von geschätzt 50.000 bezahlbaren Wohnungen kritisiert wird, macht das Bündnis auf die sich verschärfende Wohnsituation in Düsseldorf und sein Forderungsprogramm dazu aufmerksam.

Anlass ist der aktuell veröffentlichte Wohnungsmarktbericht der Stadt. Darin wird sichtbar, dass der Rückgang der Sozialwohnungen sich fortsetzt und weiter fortsetzen wird, wenn es keine Wende in der Wohnungspolitik gibt. Deren Anteil am Wohnungsbestand betrug 2018 nur noch 4,4 %! Dies, obwohl die Hälfte der Düsseldorfer Haushalte einen Anspruch darauf hätte. Außerdem stehen etwa 15.000 Wohnungen leer. Etwa die Hälfte aller Haushalte muss mittlerweile mehr als 30 Prozent des Einkommens für die Miete aufbringen. Die steigenden Mieten verschärfen die Krisensituation unter Corona. In einem umfangreichen wohnungspolitischen Papier hat das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum nun direkt umsetzbare und darüber hinaus gehende Forderungen erarbeitet (siehe Anhang: Positionspapier 2020).

„Die Stadt Düsseldorf kann sich kein wohnungspolitisches ‚weiter so‘ leisten! So wird sie der Herausforderung nicht gerecht, allen Bewohner*innen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zu verschaffen. Wir appellieren an die neu gewählten Mitglieder des Stadtrats, sich für eine Wohnungspolitik einzusetzen, die sich am Gemeinwohl und nicht an der Rendite orientiert“, sagt Helmut Schneider, Sprecher des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum.

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