Wir freuen uns ankündigen zu können, dass die Mieter:innen der Inititative «Zeit zu bleiben» nun auch einen Mieter:innen-Stammtischin Unterbilk anbieten werden.
Am 10. Juni ist der erste Termin. Man trifft sich im MODIGLIANI am Friedensplätzchen. Kommt vorbei, um euch auszutauschen, zu vernetzen und kennenzulernen. Natürlich können auch Mieter:innen kommen, die nicht in Unterbilk leben
Der Düsseldorfer Wohnungsmarkt gilt offiziell als angespannt, tatsächlich herrscht weiter zunehmende Wohnungsnot. Die wohnungspolitischen Absprachen im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen werden nach unserer Einschätzung der großen Herausforderung, bezahlbaren, angemessenen und sicheren Wohnraum für alle Düsseldorfer Bürger*innen bereit zu stellen, nicht gerecht.
Wir laden daher alle Mieter*innen und wohnungspolitisch Interessierten zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Die im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen enthaltenen Ankündigungen werden mit der Realität des Düsseldorfer Wohnungsmarkts konfrontiert. Diese Realität machen auch betroffene Mieter*innen aus ihrer persönlichen Perspektive deutlich.
Wir werden unsere wichtigsten wohnungspolitischen Vorschläge erläutern und zur Diskussion stellen. Dazu gehört grundsätzlich, Wohnraum als Mittel zur Befriedigung eines elementaren Grundbedürfnisses dem Markt zu entziehen. Darüber, wie sich dieses Ziel erreichen lässt und welche Teilschritte auf dem Weg dahin möglich und sinnvoll sind, möchten die Veranstalter mit dem Publikum ins Gespräch kommen und hoffen auf rege Beteiligung und viele weiterführende Anregungen.
5. Mai 2026 // 18 Uhr // FFT Düsseldorf // Konrad Adenauer Platz 1 // Eintritt frei
Wir von „Zeit zu bleiben“ und das „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“ laden zum gemütlichen Zusammenkommen bei warmen Getränken und Plätzchen auf dem Friedensplätzchen ein. Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt führt dazu, dass sich viele Menschen die Mieten in Unterbilk – und in ganz Düsseldorf – nicht mehr leisten können. Investoren kaufen Häuser und treiben die Mieten nach oben. In vielen Fällen versuchen sie, die Mieter:innen mit alten, günstigen Mietverträgen aus ihren Wohnungen zu verdrängen. In anderen Häusern werden die Nebenkosten exorbitant in die Höhe getrieben oder einfach nichts mehr repariert. Wer das alleine aushalten muss, gibt schnell auf. In Unterbilk sollte es ein Plätzchen für alle geben. Gemeinsam können wir uns gegen Verdrängung und Entmietung wehren. Wir freuen uns auf Euch!
Die FB Invest Düsseldorf GmbH hat auf der Kettwiger Straße insgesamt vier Häuser gekauft. Nach dem Kauf gab es für die Mieter:innen erst mal Mieterhöhungen von 20 Prozent. Danach wurde Modernisierungen und damit verbundene unangenehme Baumaßnahmen und daraus resultierende erhöhte Mieten angekündigt. Dann hieß es, dass manche Wohnungen bei den Umbaumaßnahmen unbewohnbar seien und man ausziehen solle – ansonsten müsse man mit einer Verwertungskündigung rechnen. Nachdem dann viele ausgezogen sind, wurde neu vermietet. Zimmerweise wird für eine Wohnung ein qm Preis von ca. 18 Euro kalt verlangt. Die Zimmer sind minimal möbiliert. Eine vergleichbare Wohnung im Haus kostete zuvor 302 Euro monatlich und wurde so für etwa 6 Euro kalt vermietet. Außerdem steht der Verdacht im Raum, dass in dem Haus zwei Wohnungen gewerblich über Airbnb vermietet werden. Probleme gibt es auch mit Nebenkostabrechnungen und Mängeln am Dach. Alles in allem wieder mal einer dieser bedauerlichen Einzelfälle. Was würde helfen? Soziale Erhaltungssatzungen, Vorkaufsrecht, eine wirksame Mietpreisbremse, die auch für möblierte Wohnungen gilt und eine funktionierende Zweckentfremdungsatzung gegen AirBnB Wohnungen. Wir haben die Stadt Düsseldorf und die Presse informiert. Hoffen wir, dass es den Mieter:innen, die um ihr Zuhause bangen, etwas bringt!
Wir bedanken uns bei der Postcodelotterie, die unsere Arbeit durch eine Projektförderung unterstützt.
Am Montag den 8. September lädt das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum alle Mieter:innen in Düsseldorf zu einem Stammtisch ins Bürgerhaus Bilk (neben den Arkaden, über dem Schwimmbad) ein.
Investoren beherrschen den Wohnungsmarkt in Düsseldorf. Für sie sind Wohnungen nur Anlage- und Spekulationsobjekte. Dabei gilt: je höher sie die Mietpreise treiben, desto mehr Gewinn können sie erzielen. Entmietung, Verwertungskündigungen oder spekulativer Leerstand sind die Folge. Doch das ist keine Naturkatastrophe, der wir plötzlich ausgeliefert sind. Es ist möglich sich zu wehren. Aber auch politische Veränderungen sind dringend notwendig, damit Mieter:innen gar nicht erst der Bedrohung ausgesetzt sind, aus ihren Wohnungen verdrängt zu werden.
Beim Stammtisch sprechen wir über die aktuellen Entwicklungen in unserer Stadt. In welchen Stadtteilen und Häusern haben sich die Mieter:innen zusammengeschlossen? Wie wehren sie sich? Wo können wir usn gegenseitig unterstützen und was voneinander lernen? Und was haben wir von den anstehenden Kommunalwahlen zu erwarten?
Es wird viel Zeit für Diskussion und Austausch geben. Alle, die selbst betroffen sind oder sich für eine gerechtere Stadt einsetzen wollen, sind herzlich eingeladen.