Wir freuen uns ankündigen zu können, dass die Mieter:innen der Inititative «Zeit zu bleiben» nun auch einen Mieter:innen-Stammtischin Unterbilk anbieten werden.
Am 10. Juni ist der erste Termin. Man trifft sich im MODIGLIANI am Friedensplätzchen. Kommt vorbei, um euch auszutauschen, zu vernetzen und kennenzulernen. Natürlich können auch Mieter:innen kommen, die nicht in Unterbilk leben
Wegen des Feiertages findet das Miet&Greed im Mai erst am 21.5 statt.
Beim Miet&Greed in Golzheim treffen sich Mieter:innen und tauschen sich über alles aus, was mit dem Thema Mieten und Wohnen zu tun hat. Initiiert und organisiert wird der Stammtisch von Mieter:innen aus Golzheim, es können gerne Mieter:innen aus allen Stadtteilen dazu kommen.
Je nach dem was ansteht wird geplant, beraten & überlegt. Ziel des Stammtischs ist es, sich miteinander zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen, Wissen weiterzugeben, sich Mut zuzusprechen und mit der Sorge um den eigenen Wohnraum nicht alleine zu sein. Manchmal kommen Gäste (z.B. aus der Kommunalpolitik), manchmal bleibt man unter sich.
Der Stammtisch findet (außer an Feiertagen) immer am zweiten Donnerstag eines Monats statt und beginnt um 19 Uhr. Getroffen wird sich im SAFRANS auf der Collenbachstraße 21 in Düsseldorf Golzheim.
Heute sollte es vor dem Düsseldorfer Amtsgericht darum gehen, ob die Verwertungskündigung gegen Christos und seine Familie vor Gericht stand halten kann oder nicht. Deshalb haben wir zunächst zu einer Pressekonferenz eingeladen und dann gemeinsam mit zahlreichen solidarischen Mieter:innen den Prozess besucht.
Für Christos und seine Familie geht es ums Zuhause, um Sicherheit und die Frage, ob sie ihre Zukunft in Düsseldorf verbringen können. Für den Eigentümer darum, ob er zukünftig Mieten von 26€ den Quadratmeter verlangen kann oder nicht.
Doch eine Entscheidung gab es heute leider noch nicht. Die Richterin gab u.A. der Eigentümerseite nochmals Zeit, die Kündigungsgründe ausführlicher darzulegen. Dabei machte sie jedoch schon deutlich: Profitmaximierung als Grund reiche nicht aus.
Wir freuen uns, dass heute so viele Unterstützer:innen gekommen sind und wir gemeinsam klarmachen konnten: die Frage nach Wohnraum geht uns alle an. Wir alle sind betroffen, wenn Vermieter und Investoren mit allen Mitteln die Mieten in die Höhe treiben, um ihre Profite zu steigern. Und wir wehren uns gemeinsam.
„Ein Quartier wehrt sich“ schreiben die Mieter:innen auf die Titelseite der neuen Sonderausgabe des Straßenmagazins fiftyfifty. Es geht ums Zuhause sein und Wohnen bleiben, um die Maschen von Investoren und darum, dass man sich gemeinsam wehren kann. Mit Hilfe von zahlreichen Fotos, grafischen Darstellungen und Texten hält das Heft fest, was in den letzten 1,5 Jahren im Quartier passiert ist: Entmietung und Widerstand. Es zeigt: überall da, wo sich Menschen zusammen tun und sich gemeinsam wehren, ist man Profitinteressen und Verdrängung nicht hilflos ausgesetzt.
Fotografin Katharina Mayer hat für die Ausgabe 18 Mieter:innen in ihren Wohnungen besucht und auch auf ihren Bildern festgehalten, was man nicht oft genug sagen kann: eine Wohnung ist mehr als nur ein Mietvertrag, sie ist Zuhause, Sicherheit und einfach ein menschliches Grundbedürfnis.
Die Sonderausgabe ist das Ergebnis einer besonderen Zusammenarbeit zwischen Düsseldorfer Mieter:innen, vor allem aus den Stadtteilen Golzheim, Derendorf und Pempelfort, dem Bündnis für bezahlbaren Wohnraum, der Fotografin Katharina Mayer und dem Straßenmagazin fiftyfifty.
Die Sonderausgabe kann ab jetzt bis Ende Mai bei den fiftyfifty-Verkäufer:innen in Düsseldorf erworben werden.
Der Düsseldorfer Wohnungsmarkt gilt offiziell als angespannt, tatsächlich herrscht weiter zunehmende Wohnungsnot. Die wohnungspolitischen Absprachen im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen werden nach unserer Einschätzung der großen Herausforderung, bezahlbaren, angemessenen und sicheren Wohnraum für alle Düsseldorfer Bürger*innen bereit zu stellen, nicht gerecht.
Wir laden daher alle Mieter*innen und wohnungspolitisch Interessierten zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Die im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen enthaltenen Ankündigungen werden mit der Realität des Düsseldorfer Wohnungsmarkts konfrontiert. Diese Realität machen auch betroffene Mieter*innen aus ihrer persönlichen Perspektive deutlich.
Wir werden unsere wichtigsten wohnungspolitischen Vorschläge erläutern und zur Diskussion stellen. Dazu gehört grundsätzlich, Wohnraum als Mittel zur Befriedigung eines elementaren Grundbedürfnisses dem Markt zu entziehen. Darüber, wie sich dieses Ziel erreichen lässt und welche Teilschritte auf dem Weg dahin möglich und sinnvoll sind, möchten die Veranstalter mit dem Publikum ins Gespräch kommen und hoffen auf rege Beteiligung und viele weiterführende Anregungen.
5. Mai 2026 // 18 Uhr // FFT Düsseldorf // Konrad Adenauer Platz 1 // Eintritt frei
Wenn es nach dem Eigentümer geht, soll das bunte Haus auf der Hansaallee bald abgerissen werden. Er will es durch einen Neubau ersetzen und setzt auf eine Kaltmiete von zukünftig 26€ pro Quadratmeter. Die Baugenehmigung hat die Stadt Düsseldorf schon ausgestellt – nur einen Monat nachdem der Oberbürgermeister im November 2024 einen besseren Schutz von Mieter:innen versprach.
Doch noch leben ein paar Menschen in dem Haus und sie wollen auch bleiben. Bezahlbaren alternativen Wohnraum würden sie so bald in Düsseldorf auch nicht finden. Der Eigentümer kündigte den Mieter:innen jedoch mit Hilfe einer Verwertungskündigung. Nur weil die Mieter:innen juristisch gegen die Kündigung vorgegangen sind, leben sie aktuell noch dort. Sie hoffen auf für sie positive Ausgänge der Gerichtsverfahren. Nur selten wagen Mieter:innen den teuren Schritt vor ein Gericht, um die Rechtmäßigkeit einer Kündigung zu prüfen. Am Dienstag, den 17. 3. 2026 haben wir mit einer Pressekonferenz auf die Situation an der Hansaallee aufmerksam gemacht.
Wir vom Bündnis kritisieren das Instrument und die Anwendung der Verwertungskündigung scharf. Es trägt mit dazu bei, dass Mieter:innen ihre Wohnungen verlieren und die Mietpreise immer weiter in die Höhe getrieben werden.
Wir schätzen zudem, dass die Verwertungskündigungen im Falle der Hansaallee juristisch nicht haltbar sein könnten. Für eine Verwertungskündigung müssen vier Merkmale gleichzeitig zutreffen: Der Eigentümer muss die Absicht einer anderweitigen wirtschaftlichen Verwertung darlegen, die Angemessenheit dieser Verwertung belegen, aufzeigen, dass der Fortbestand des Mietverhältnisses der Verwertung entgegensteht und er muss erhebliche Nachteile befürchten, falls die Verwertung scheitert. Wir fragen uns, welche erheblichen Nachteile der Eigentümer zu befürchten hätte, wenn er das Haus nicht abreisen und es in der bisherige Form weiter vermieten würde. Auch zweifeln wir an der Angemessenheit der Verwertung, da die geplanten 26€ pro Quadratmeter für den Düsseldorfer Mietspiegel auf keinen Fall angemessen sind.
Wohnen ist nicht nur ein Grundrecht, sondern auch ein Grundbedürfnis. Deshalb sollte mit Wohnungen kein Handel, keine Spekulation und keine Verwertung betrieben werden dürfen. Die Verwertungskündigung macht dies in vielen Fällen möglich, wie wohl auch hier auf der Hansaallee. Wohnen ist ein Grundbedürfnis – kein Spekulationsobjekt.
Wir von „Zeit zu bleiben“ und das „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“ laden zum gemütlichen Zusammenkommen bei warmen Getränken und Plätzchen auf dem Friedensplätzchen ein. Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt führt dazu, dass sich viele Menschen die Mieten in Unterbilk – und in ganz Düsseldorf – nicht mehr leisten können. Investoren kaufen Häuser und treiben die Mieten nach oben. In vielen Fällen versuchen sie, die Mieter:innen mit alten, günstigen Mietverträgen aus ihren Wohnungen zu verdrängen. In anderen Häusern werden die Nebenkosten exorbitant in die Höhe getrieben oder einfach nichts mehr repariert. Wer das alleine aushalten muss, gibt schnell auf. In Unterbilk sollte es ein Plätzchen für alle geben. Gemeinsam können wir uns gegen Verdrängung und Entmietung wehren. Wir freuen uns auf Euch!
Die FB Invest Düsseldorf GmbH hat auf der Kettwiger Straße insgesamt vier Häuser gekauft. Nach dem Kauf gab es für die Mieter:innen erst mal Mieterhöhungen von 20 Prozent. Danach wurde Modernisierungen und damit verbundene unangenehme Baumaßnahmen und daraus resultierende erhöhte Mieten angekündigt. Dann hieß es, dass manche Wohnungen bei den Umbaumaßnahmen unbewohnbar seien und man ausziehen solle – ansonsten müsse man mit einer Verwertungskündigung rechnen. Nachdem dann viele ausgezogen sind, wurde neu vermietet. Zimmerweise wird für eine Wohnung ein qm Preis von ca. 18 Euro kalt verlangt. Die Zimmer sind minimal möbiliert. Eine vergleichbare Wohnung im Haus kostete zuvor 302 Euro monatlich und wurde so für etwa 6 Euro kalt vermietet. Außerdem steht der Verdacht im Raum, dass in dem Haus zwei Wohnungen gewerblich über Airbnb vermietet werden. Probleme gibt es auch mit Nebenkostabrechnungen und Mängeln am Dach. Alles in allem wieder mal einer dieser bedauerlichen Einzelfälle. Was würde helfen? Soziale Erhaltungssatzungen, Vorkaufsrecht, eine wirksame Mietpreisbremse, die auch für möblierte Wohnungen gilt und eine funktionierende Zweckentfremdungsatzung gegen AirBnB Wohnungen. Wir haben die Stadt Düsseldorf und die Presse informiert. Hoffen wir, dass es den Mieter:innen, die um ihr Zuhause bangen, etwas bringt!
Wir bedanken uns bei der Postcodelotterie, die unsere Arbeit durch eine Projektförderung unterstützt.
Am Montag den 8. September lädt das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum alle Mieter:innen in Düsseldorf zu einem Stammtisch ins Bürgerhaus Bilk (neben den Arkaden, über dem Schwimmbad) ein.
Investoren beherrschen den Wohnungsmarkt in Düsseldorf. Für sie sind Wohnungen nur Anlage- und Spekulationsobjekte. Dabei gilt: je höher sie die Mietpreise treiben, desto mehr Gewinn können sie erzielen. Entmietung, Verwertungskündigungen oder spekulativer Leerstand sind die Folge. Doch das ist keine Naturkatastrophe, der wir plötzlich ausgeliefert sind. Es ist möglich sich zu wehren. Aber auch politische Veränderungen sind dringend notwendig, damit Mieter:innen gar nicht erst der Bedrohung ausgesetzt sind, aus ihren Wohnungen verdrängt zu werden.
Beim Stammtisch sprechen wir über die aktuellen Entwicklungen in unserer Stadt. In welchen Stadtteilen und Häusern haben sich die Mieter:innen zusammengeschlossen? Wie wehren sie sich? Wo können wir usn gegenseitig unterstützen und was voneinander lernen? Und was haben wir von den anstehenden Kommunalwahlen zu erwarten?
Es wird viel Zeit für Diskussion und Austausch geben. Alle, die selbst betroffen sind oder sich für eine gerechtere Stadt einsetzen wollen, sind herzlich eingeladen.
Rückschau zur Pressekonferenz am 10. Juni 2025 mit Mieter:innen aus dem Stadtteil und dem Mieterverein Düsseldorf.
Vor kurzem haben wir erfahren, dass auf der Klever Straße in Golzheim eine maximal 60qm kleine Wohnung mit Terasse im Souterrain des Hauses für 2495€ kalt vermietet werden soll. Zuvor lebte eine Rentnerin in der Wohnung, ihr wurde im Mai 2023 wegen Eigenbedarfs gekündigt. Nachbar:innen im Haus berichten, dass danach nie jemand in diese Wohnung eingezogen ist. Heute haben wir gemeinsam mit Anwohner:innen und dem Mieterverein Düsseldorf vor dem Haus mit der Presse gesprochen und den Fall bekannt gemacht.
An einem Mietpreis von 30-40€ den Quadratmeter kalt zeigt sich wieder mal deutlich: Solange Wohnungen auf dem «freien» Markt vertrieben werden und an Profitinteressen geknüpft ist, kann bezahlbarer Wohnraum nicht langfrstig erhalten werden. Wohnraum muss dem profitorientierten Markt entzogen werden.
Und solange das nicht passiert, muss die Stadt wenigstens von sich aus aktiv werden und mindestens die Einhaltung der Mietpreisbremse kontrollieren, sonst ist diese unwirksam. Ausserdem sollte sie Nachforschungen anstellen, was es mit der Eigenbedarfskündigung der vormaligen Mieterin auf sich hat. Wohnungseigentümer dürfen so nicht mit Mieter:innen umgehen!
Doch anstatt dass die Ermittlungsbehörden gegen Mietwucher oder Betrug aktiv werden, sind sie heute gegen uns vorgegangen. Ein mit Blaulicht und Martinshorn anfahrender Mannschaftswagen störte zunächst die Pressekonferenz. Dann wurde unser Sprecher Johannes Dörrenbächer auch noch wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz von der Polizei angezeigt.
Wir machen natürlich weiter: in Golzheim und in anderen Stadtteilen. Denn Wohnraum ist keine Ware und Investoren müssen endlich wieder raus aus unseren Vierteln!
Wir freuen uns, dass die Postcodelotterie mit ihrer Förderung unsere Arbeit unterstützt.
Mieterhöhung? Kündigung erhalten? Schikane durch den Vermieter?
Ihr seid damit nicht allein! In allen Düsseldorfer Stadtteilen wird entmietet was das Zeug hält. Viele Mieter:innen haben in den letzten Jahren ihr Zuhause verloren, wurden und werden von profitorientierten Investoren aus ihren Wohnungen und Stadtteilen gedrängt. Allein kommt man häufig nicht dagegen an. Umso wichtiger ist es, sich im Stadtteil zu vernetzen. Nachbar:innen kennenzulernen, denen es ähnlich geht und sich gegenseitig helfen zu können. Gemeinsam widerständig werden und bleiben.
Mit unseren Infoständen wollen wir im Sommer einen Anlaufpunkt zum Kennenlernen und Vernetzen anbieten. Kommt vorbei, sprecht mit uns und mit Nachbar:innen.
Wir laden euch außerdem ein, euch dort an unserer Postkartenaktion für die anstehende Kommunalwahl zu beteiligen. Mit eurer Unterschrift auf einer Postkarte fordert ihr gemeinsam mit uns die:den neue:n Oberbürgermeister:in zum Handeln auf. Gegen Verdrängung und Spekulation muss die Stadt endlich konsequent vorgehen. Die Soziale Erhaltungssatzung sollte im gesamten Stadtgebiet eingeführt werden und der gesamte Wohnungssektor darf nicht länger in privatwirtschaftlicher Hand verbleiben. Es muss ein gemeinwohlorientierter Wohnungssektor geschaffen werden.
Kommt vorbei uns sprecht mit uns
Termine:
Sonntag, 15.6. 14-18 Uhr beim Fest im Florapark (Bilk/Unterbilk)
Samstag, 28.6. 14-18 Uhr beim Sommerfest am Lessingplatz (Oberbilk)
Freitag, 4.7. 13.30 – 16.30 Uhr beim Bauernmarkt auf dem Friedensplätzchen (Unterbilk)
Samstag, 5.7. 10-14 Uhr beim Markt auf dem Hermannplatz (Flingern)